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Mittwoch, 9. November 2011

Shirley Holmes: strahlendgelbe Heavy Chansons

hello junge und mädchen, vielleicht möchtest du eine kleine musikgruppe stützen. kaufe sie und stell sie in dein regal, dann bekommt die kleine gruppe 1000 kilo fett ab.  tschüssi. danke von regalsystem yoko dodo.


Zwei Frauen, ein Mann. Gitarre, Bass,
Schlagzeug, 2x Gesang.

=> SHIRLEY HOLMES    



Das Album ist
da!


"HEAVY CHANSONS" gibt es ab sofort überall im Handel. Lauft, lauftlauftlauft zum Plattenladen eures Vertrauens und holt euch das strahlendgelbe SuperDigiPack nach Haus. Und auf dem Weg dahin: Shoutshoutshout it out loud, dass das das unseichteste, schönste und gelbste Album im ganzen Shirleyversum ist. (Für die Schüchternen gibts den Spaß auch ohne Geschrei bei iTunes, Amazon und Co.)


11 Songs + Bonustrack stehen
bereit, von Rock, 80s, Punk und Pop bis zu Elektro, 90s und deep
emotions. Nichts, zum ruhig stehenbleiben.



Und wer SHIRLEY live will, now is the time:
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HEAVY CHANSONS TOUR 2011
28.10. Coburg, Sonderbar
29.10. Leipzig, Absturz
03.11. Göttingen, Nörgelbuff
04.11. Hagen, Radio Hagen/Saturn Hagen
05.11. Köln, Lichtung
09.11. Hildesheim, Kufa
10.11. Oldenburg, Polyester
11.11. Kiel, Räucherei
12.11. Hamburg, Balcony TV  
12.11. Delmenhorst, Delme Rock Festival
13.11. Bremen, Treue
18.11. Bochnia, Mala Czarna, PL
19.11. Krakau, Ladyfest Transmissja, PL
26.11. Berlin, Chesters
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Mit sonniggelben Grüßen,

Eure Schörlie!







"Wer sagt, das man sich nur auf altbekannten Pfaden bewegen darf und sich nicht einfach mal an etwas Neues heran traut. Zwei Frauen und ein Mann haben diesen Gedanken in die Tat umgesetzt und fackeln nun ein Feuerwerk ab, das ich bis dahin noch nicht zu hören bekommen habe."
(Plastic Bomb)


"Energiegeladen, frech und fetzig. Es macht herrlich viel Spaß, sich die Musik des Trios anzuhören."
(Saarschall)


"Ja, da ist Bewegung, da ist Spannung drin, köstlich unangepasst. Es ist der Rhythmus, der Dampf ablässt und das Karma küsst."
(Underdog)

"Unfuckingbelievable."
(hörzu)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Anhören: Metals von Feist ist da!


Das neue Album von Feist, Metals benannt, ist da und das Warten (immerhin sind 4 Jahre seit Feists letztem Album vergangen) hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Auch wenn sich mir die einzelnen Songs noch nicht alle erschlossen haben, so gefällt mir spontan die intime Atmosphäre des Albums, die offenbar der konzentrierten Studioarbeit geschuldet ist. Außerdem ist Feists Stimme ausdrucksvoller als je zuvor.

Montag, 12. September 2011

Nachlese Berlin Festival 2011

Das Berlin Festival ist zu Ende und irgendwie bleibt in diesem Jahr offenbar so etwas wie Ernüchterung. Nicht, weil die großen Namen fehlten - was öfter bemängelt wurde - nein: wenn man die Presse so durchblättert, wird eher so etwas wie Routine bemängelt. Die Eventisierung scheint in die falsche Richtung zu gehen. Aber das ist ja in Berlin nichts wirklich Neues. Im letzten Jahr war der Besucherandrang ja so groß, dass man, auch unter dem Eindruck des Loveparadedesasters, das Festival kurzerhand abbrach. Dieses Jahr hatte man daraus gelernt und vieles anders gemacht, so dass man offenbar zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsproblem erkennen konnte. Dies allerdings oft zum Nachteil des Sounds, der bei einigen Darbietungen sehr schlecht war. 

Dieses ungute Gefühl hat sich offenbar auch auf die Reaktionen auf den "künstlerischen" Aspekt des Festivals niedergeschlagen. Stark kritisiert wurde z.B. der Primal Scream-Auftritt, die ihr Album Screamadelica "wieder aufführten". Das sorgte bei manchen für reichlich Verwunderung. Gelobt wurde dagegen neben Hercules & Love Affair auch der Auftritt von The Rapture, die ja gerade auch ein großartiges Album veröffentlicht haben.

Seine eher freundlichen Eindrücke hat Johnny Haeusler von Spreeblick hier festgehalten. Da sollte man bei Interesse mal vorbei schauen.


Wer hier bleibt, kann sich dafür jetzt zwei Mitschnitte anhören:




Mehr Konzert gibts übrigens hier.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Sounds No Walls 2011: Jazz & Jewish Culture

An diesem Wochenende findet in Berlin zum dritten Mal die außergewöhnliche Konzertreihe Sounds No Walls statt, die in diesem Jahr den Untertitel Jazz & Jewish Culture trägt und die unterschiedlichen Facetten jazzmusikalischen Schaffens "mit jüdischen Identitäten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation beleuchten will". Bis Sonntagabend finden im Jüdischen Museum in der Lindenstraße 12 Veranstaltungen statt, in denen nicht nur Musiker auftreten, die sich der New Yorker Bewegung Radical Jewish Culture zugehörig fühlen, sondern auch Vertreter der aktuellen israelischen Jazzszene werden aufspielen. Das erweitert den Horizont auf eine einmalige und meines Wissens bisher noch nicht dagewesene Weise.

So wird man in Berlin ein breites Spektrum an Musik zu hören bekommen. "Solche, die sich aus dem Geist gegenwärtigen Schaffens auf die Tradition beziehen wie auch vergleichsweise abstrakte Klangsprachen, die das Anliegen eher aus einer Haltung heraus thematisieren", schreibt Bert Noglik, Künstlerischer Leiter des Projekts.
"Shelley Hirsch webt eine Performance aus der Erinnerung an eine jüdische Kindheit in East New York. Paul Brody, Alan Bern, Michael Rodach wie auch Efrat Alony schöpfen aus den Erfahrungen von Biografien, die in Berlin zusammenlaufen. Burton Greene und Perry Robinson zählten bereits in den sechziger Jahren zur Speerspitze der New Yorker Avantgarde und verbinden nun Free Jazz mit Erinnerung an die Musik des osteuropäischen Schtetl und den jüdischen Traditionen Amsterdams. Don Byron wiederum entdeckt in dem legendären Komiker und Musiker Mickey Katz eine Gestalt, die sich in einer Zeit, in der das in Amerika nicht opportun war, zu einem explizit jüdischen Humor und Eklektizismus bekannte. Zugleich schlägt Don Byron einen Bogen von der jüdischen zur afroamerikanischen Ausdruckswelt, in der der Blues zum Blueprint für gemeinschaftlich erfahrenes Leid wird. Elliott Sharp und Christian Brückner rufen die Shoah in Erinnerung."
Abschließen wird die Konzertreihe am Sonntagabend David Krakauer und sein Madness Orchestra mit dem Programm "Plays John Zorn, Traditionals & Originals". Mit von der Partie sind neben Klarinettist Krakauer Marvin Sewell an der Gitarre, Bassist Trevor Dunn, Michael Sarin, Schlagzeug und Hip-Hopper Kotchy, der den Sampler bearbeiten wird. Die Karten sind bezahlbar. Mehr dazu auf der Webseite zum Event.

Natürlich kann und sollte man die parallel stattfindende Austellung Radical Jewish Culture im Jüdischen Museum, die noch bis zum 24. Juli läuft, besuchen. Ich hatte sie bereits im Mai besucht.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Gerade gehört: Barbara Panther - Barbara Panther

Barbara Panther - Barbara Panther

Über Barbara Panthers Debut-Album hatte ich schon viel Gutes gehört, bevor ich nun heute erstmals reinhören konnte. Gleich der erste Song macht reichlich Spaß. Rise Up heißt er und ist der perfekte Opener, der einen scharf macht auf den Rest des Albums.
Und auch der dritte Titel Unchained lässt einen aufhorchen. In beiden Songs schafft Barbara Panther es geradezu perfekt die elektronischen Holpersounds, an deren Entstehung Matthew Herbert im Übrigen beteiligt war, sowie die schrägen Rhythmen und Effekte, mit ihrem Gesang, und in erster Linie mit großartigen Melodien, zu zähmen und in einer Geraden loszurocken (ok, das hätte man früher gesagt - was sagt man heute?) - kurz: es geht ganz schön ab, ohne, dass dabei alleine auf den Tanzflur geschielt würde.

Das Problem des Albums ist jedoch, dass dann so viele gute Songs nicht mehr kommen. Diese Stimme, die oft am Björk erinnert, aber, im Gegensatz zu Björk, nicht immer Halt vor allzu Prätentiösem macht, braucht jedoch gute Melodien und ein wenig Theatralik - ansonsten nervt es. Und das tut es zur Mitte des Album dann tatsächlich.

Doch der letzte Song versöhnt dann wieder. Ride To The Source ist der perfekte Abschluss dieses Albums. Er lässt vieles offen und macht im Grunde Lust auf mehr, auf einen Nachfolger. So kann man dem Album durchaus doch noch mit Sympathie begegnen und Barabra Panther zu einem sehr selbstbewussten Werk gratulieren. Die Spex schließt auf Barbara Panthers Statement: »Why don’t we start a cosmic revolution?«, mit der Frage: Ja, warum denn eigentlich nicht?

Erschienen ist das Album der seit fünf Jahren in Berlin lebenden Ruanderin bei City Slang und ist ebendort auch als Vinyl erhältlich.

Rise Up | Moonlightpeople | Kaufen (amazon) | www.barbarapanther.com

Samstag, 14. Mai 2011

Radical Jewish Culture: eine Ausstellung in Berlin

2562 - Fever
Radical Jewish Culture

Zur Zeit findet im Jüdischen Museum in Berlin eine Ausstellung über die sogenannte Radical Jewish Culture statt, eine Bewegung verschiedener New Yorker Musiker jüdischer Abstammung, die sich Ende der 80er-Jahre in Downtown Manhattan formierte und ihre Wurzeln im Knitting Factory hatte, dem legendären Club in der Houston Street in Manhattan, spezialisiert auf experimentelle Musik, Jazz und Avantgarde.
Es brauchte allerdings ein Festival in München, bei dem von John Zorn kuratiert, Musiker wie Marc Ribot, David Krakauer aber auch Lou Reed auftraten (Zorn selbst führte seinen Zyklus Kristallnacht hier zum ersten Mal auf) und dabei erstmals eine Art jüdisches Gemeinschaftgefühl aufkam. Dies manifestierte sich in einer Schrift, in der John Zorn und Marc Ribot erstmals über eine Radical Jewish Culture nachdachten.

Wichtig dabei ist, das es sich hier um keinen religiösen oder stilistischen Rahmen handelt, sondern dass es alleine um die Herkunft der Musiker geht. Musikalisch ist dagegen alles erlaubt. Ganz im Sinne von John Zorn selbst, der sich mit allen nur denkbaren Musikrichtungen auseinandergesetz hat. Von Jazz, über Metal und Hardcore bis hin zu Neuer Musik und Klassik - eindrucksvoll unter Beweis gestellt mit seinen Projekten Naked City, Painkiller oder Masada.

1995 gründete Zorn das Label Tzadik und erklärte diese Herangehensweise an Musik zur Labelpolitik. Seitdem sind dort erfolgreich weit über 100 CDs erschienen.

Dieser Geschichte widmet sich nun diese Ausstellung. Sie präsentiert neben Exponaten, wie man sie erwarten kann (z.B. Schallplatten- oder CD-Cover) auch Schriften und viel Historisches über das Judentum in New York. Auf den Wänden finden sich zudem großflächige Texte, in denen die wichtigsten Musiker der Szene portraitiert werden und an unzähligen Monitoren kann man sich per Kopfhörer in Interviews einklinken. Einige Ausschnitte daraus konnte man in letzter Zeit bereits im TV begutachten, doch hier kann man sich nun in die verschiedenen Themen so richtig vertiefen. John Zorn, Marc Ribot, Elliott Sharp, Frank London, David Krakauer, Shelley Hirsch (und noch wer) erweisen sich als kompetente Gesprächspartner.

Das Herz der Ausstellung stellen aber vier Vorführräume dar, in denen in Dauerschleife Filme, wie z.B. ein Masada-Konzert aus dem Jahr 1994, laufen. Auch John Zorns Aufführung von Kristallnacht 1992 in München ist zu sehen, sowie eine ganze Reihe anderer musikalischer Beispiele der Szene.

Ich bin an einem ruhigen Donnerstagvormittag dort gewesen und habe ca 2 Stunden gebraucht. Dann war ich durch. Dabei habe ich mir aber nicht alle Filme in voller Länge angeschaut. Man könnte sich also bestimmt auch 3 Stunden dort aufhalten.
Der Eintritt beträgt 4 EUR. Das begleitende JMB-Journal mit viel Hintergrundmaterial kostet 2,50 EUR.

Doch was wäre eine Ausstellung über Musik ohne ein musikalisches Begleitprogramm? Genau! Deswegen gibt es auch einiges an Musik drumherum. Z.B. ein bestimmt sehr interessanter Auftritt des Klezmer-Hip-Hoppers Socalled und eine Konzert mit Uri Caine, Tim Sparks und Greg Cohen.

Radical Jewish Culture (JMB) | Das JMB-Journal online lesen | Tzadik | Tagesschau Beitrag zur Ausstellung