Die kurze Geschichte von Broken Home lässt sich nicht erzählen, ohne Mr. Big zu erwähnen, die britische Rockband, die 1977 mit Romeo einen weltweiten Hit hatte, davon aber nicht profitieren konnte und sich alsbald in den unruhigen, von Punk und Wave bestimmten Zeiten, auflöste.
Die Köpfe hinter Mr. Big, Dicken und Pete Crowther, saßen aber nicht lange auf der faulen Haut und gründeten 1979 Broken Home. Ihr gleichnamiges Debutalbum, für WEA eingespielt, brachte aber nicht den erhofften Erfolg, den man sich vor allem im englischsprachigen Raum erwünscht hatte. Trotzdem fand die Band ihre Fans. In Skandinavien und auch in Deutschland und Holland verkaufte sich das Album gut. England zog erst nach, als die Band einen Auftritt beim Reading-Festival absolviert hatte. Doch da war das Album schon aus vielen Läden wieder verschwunden und die WEA hatte es schnell wieder aus dem Programm genommen. Die Zeiten waren damals schnelllebig.
Wie es dann zu einem Deal mit Mercury für ein zweites Album kam, habe ich nicht herausfinden können. Aber zum Glück kam dieses Album, Life betitelt, 1981 heraus. Das war der Zeitpunkt zu dem ich die Band kennenlernte. Der Plattenhändler meines Vertrauens spielte mir Life damals vor und die ersten beiden Tracks, Life und Oh Yeah, hatten es mir sofort angetan. Besonders das wunderbar locker poppige Oh Yeah blieb über all die Jahre einer meiner absoluten Favoriten. Doch auch der Rest des Albums kann sich Hören lassen. Alleine Born Too Loose klingt vielleicht ein wenig zu sehr auf den US-Markt geschielt, hat aber durchaus auch seine Berechtigung unter den z.T. wirklich vorzügigen anderen Songs.