Posts mit dem Label Capt. Beefheart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Capt. Beefheart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die Vorwegnahme von Fusion

Frank Zappa - Hot Rats (1969)
Reprise Records
Keine Ahnung, wann genau ich dieses Album zum ersten Mal hörte. Nur wo, das weiß ich noch. Bei uns, im heimatlichen Jazzkeller, irgendwann in den Siebzigern.
Hot Rats veränderte meine Sicht auf Frank Zappa und seine Musik völlig. Fortan sah ich in ihm eher den Komponisten. Formal war das die Vorwegnahme von Fusion, und gleichzeitig auch deren Höhepunkt. Aber es ist eher kein Jazz. Hier ist jede Nuance von Zappa perfekt durch arrangiert und selbst die Soli klingen allesamt "komponiert", durch und durch melodiös. So kann man jede der Melodien schon beim zweiten Mal mitsummen. Also ein Album, das gute Laune macht, das anspruchsvoll und doch eingängig ist, also beinahe die Kriterien für ein perfektes Popalbum erfüllt.

Sonntag, 19. Juni 2011

Frank Zappa als DJ: the best radio show you've ever heard, in your life!

Frank Zappa als DJ

Am 27. Januar 1980 war Frank Zappa Gast in der BBC-Sendung Star Special, in der einmal Musiker die Möglichkeit erhielten, ihre Lieblingssongs zu spielen. Die Sendung wurde von 1979 bis 1981 produziert und am Sonntagnachmittag auf Radio 1 ausgestrahlt. Vor Frank Zappa waren u.a. bereits David Bowie, Abba und Harry Chapin mit von der Partie; später auch Joe Jackson oder Bryan Ferry.

Warum die Sendung recht kurzlebig war, weiß ich nicht. Die Sendungen, die ich kenne, sind allesamt interessant und überraschen durchaus. An Zappa z.B. ist wirklich ein Radiomoderator verloren gegangen. Schön, wie er mit einer wunderbar warmen, beinahe perfekten Radiostimme, die Songs präsentiert, auch wenn man merkt, dass er das nicht alle Tage gemacht hat.

Und seine Songauswahl überraschte z.T. auch. Dass er so viel Popmusik spielte, hätte sich manch ein Zappafan sicher kaum vorstellen können. Dass Zappa aber stets eine große Affinität zu Popmusik der 50er und 60er Jahre hatte, wussten wohl die wenigsten. Und dass er sich 1980 mit der aktuellen Popmusik auskennt und einige echte Perlen auflegte, war sicher auch seiner Tochter Moon zu verdanken. 

Und natürlich taucht in seiner Playlist Edgard Varèse ebenso auf wie Captain Beefheart oder Igor Stravinsky. Er outet sich als Black Sabbath-Fan und zeigt sich begeistert über den Barry Gibb-Song Grease, interpretiert von Frankie Valli. Er spielt Wild Man Fischer und die GTO's, Musiker, die Zappa einst protegierte und die schon 1980 kaum mehr einer kannte.